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Chancen für Winterberg

Winterberg entwickelt sich weiter - eine neue Siedlung entsteht. Das Neubauprojekt weckt grosses öffentliches Interesse innerhalb der Gemeinde Lindau. Der langjährige Planungsprozess für dieses Projekt ist partizipativ und wurde begleitet von der Gemeinde und Fachexperten. Der vorliegende Gestaltungsplan für die zweite öffentliche Auflage überzeugt, sowohl ökologisch wie auch inhaltlich.

Abstimmung an der Gemeindeversammlung

An der Gemeindeversammlung vom 5. Dezember 2022 wird über den privaten Gestaltungsplan Ölwis-Blankenwis abgestimmt. Die Unterlagen zur Vorlage sind hier abrufbar. Der Gemeindeversammlung wird beantragt, die Festsetzung des Gestaltungsplanes Ölwis-Blankenwis zu genehmigen.

Der Gemeinderat beurteilt die nun bereinigt vorliegenden Unterlagen als recht- und zweckmässig und als ausgewogene und gute Grundlage für die eigentümerverbindliche Regelung und empfiehlt dem Souverän deren Festsetzung. Der Bericht zu den berücksichtigten und nicht berücksichtigten Einwendungen gemäss zweiter öffentlicher Auflage erscheint nachvollziehbar und plausibel, die nicht berücksichtigten Einwendungen können aus Sicht des Gemeinderats hingenommen werden.

Mit dem revidierten Gestaltungsplan Ölwis-Blankenwis liegt eine umfassende rechtliche Grundlage vor, inskünftig entsprechend den kantonalen, regionalen und kommunalen Vorgaben und Rechtsgrundlagen Baugesuche ausgewogen beurteilen und bewilligen zu können. Die Stellungnahmen von Einwohnern, Kanton, Region und der umliegenden Gemeinden wurden geprüft und soweit möglich berücksichtigt.

Nach dem Festlegungsbeschluss erfolgt der Genehmigungsantrag an die kantonale Baudirektion durch den Gemeinderat. Beide Beschlüsse werden anschliessend rekursfähig publiziert. Nach erneuter Publikation der erreichten Rechtskraft können die neuen Bestimmungen in den Baubewilligungsverfahren angewandt werden.

Öffentliche Auflage erfolgreich abgeschlossen

Die erste öffentliche Auflage hat vom 6. November bis 15. Januar 2021 stattgefunden. Innert der Auflagefrist gingen von insgesamt 62 Personen bzw. Institutionen (36 Schreiben) 239 Einwendungen ein. Die einzelnen Themen der eingereichten Einwendungen sind in die Überarbeitung des Gestaltungsplanes für die zweite öffentliche Auflage eingeflossen.

Die zweite öffentliche Auflage hat vom 29. April 2022 während 60 Tagen bis zum 28. Juni 2022 stattgefunden.

Die wichtigsten Änderungen:

  • Die Anzahl Wohneinheiten wurden von 249 auf neu 209 reduziert
  • Die Baumasse wurde um ca. 10% auf 2.05 m3/m2 reduziert
  • Die Hälfte der Gebäude haben neu ein Schrägdach
  • Die Anzahl der Geschoss wurde auf maximal drei Vollgeschosse reduziert
  • Die Gebäudelänge beträgt neu maximal 25 Meter
  • Neu werden auch Doppeleinfamilienhäuser und Reiheneinfamilienhäuser geplant
  • Auf den grossen zentralen Gemeinschaftsraum im Süden wird verzichtet. Die Gemeinschaftsräume werden in oder zwischen den einzelnen Häusern integriert.

Im Rahmen der zweiten öffentlichen Auflage und der Anhörung der nach- und nebengeordneten Planungsträger (Region und Nachbargemeinden) gingen noch zwei Einwendungs-Schreiben, mit insgesamt 11 Einwendungen, ein. Die Region und Nachbargemeinden brachten keine Einwände vor. Die Bauherrschaft hat wiederum sämtliche Einwendungen eingehend geprüft und die Planungsunterlagen wurden entsprechend angepasst. Von den 11 Einwendungen werden 5 berücksichtigt, 1 teilweise berücksichtigt und 5 nicht berücksichtigt.

Darum gehts in Kürze:

  • Auf den beiden Grundstücken Ölwis-Blankenwis in Winterberg entsteht eine attraktive Wohnüberbauung. Für die Grundstücke gilt eine Gestaltungsplanpflicht. Als baurechtliche Voraussetzung für Neubauten wurde deshalb ein privater Gestaltungsplan erarbeitet.
  • Damit die erhöhte Qualität sichergestellt werden kann, wurde in einer partizipativen Testplanung die Grundlage für den Gestaltungsplan gelegt.
  • Auf der Grundlage dieser Testplanung wurde ein erstes Richtprojekt erarbeitet. Das erste Richtprojekt wurde auf der Basis der Einwendungen aus der öffentlichen Auflage angepasst. Dieses zweite Richtprojekt ist Basis für den aktuellen Gestaltungsplan.
  • Der Planungsprozess wurde von Vertretern der Gemeinde, der Bevölkerung von Winterberg und von Fachspezialisten begleitet.
  • Mit einer geordneten ortsbaulichen Entwicklung in diesem Gebiet nimmt das neue Quartier auf die bestehenden Strukturen Winterbergs Bezug und fügt sich gut in diese ein.
  • Es wird mit einer Etappierung gewährleistet, dass der Einwohnerzuwachs gut von der Gemeinde verkraftet werden kann. Es soll aber keine «ewige Baustelle» entstehen; die Realisierung soll zügig erfolgen.

Gestaltungsplan mit höheren Anforderungen und besserer Gestaltung

Überbauungen in einem Gestaltungsplangebiet haben von Gesetzes wegen eine bessere Gestaltung als «normale» Siedlungen zu gewährleisten. Mit der Anforderung einer «besonders guten Gesamtwirkung» aller Bestandteile der Überbauung (architektonischer Ausdruck, Ausstattung, Nachhaltigkeit, Materialisierung und Farbgebung sowie Freiraum) wird dies konkretisiert. Die kommunale Baubehörde stellt diese Gestaltungsqualitäten im Baubewilligungsverfahren sicher und kann dafür Fachgutachter zur Beurteilung beiziehen.

Mit dem vorliegenden Gestaltungsplan wird grosszügiger und attraktiver Siedlungsfreiraum geschaffen, um Begegnungen in der Nachbarschaft und dem Quartier zu fördern. Es wird eine gute Durchwegung hergestellt. Die hochwertige Überbauung fügt sich trotz der gegenüber der Regelbauweise höheren Ausnützung gut in die bestehende Siedlungsstruktur ein und bietet Wohnraum für unterschiedliche Zielgruppen (sowohl Eigentums- als auch Mietwohnungen für jüngere und ältere Personen; für Singles, Familien und sonstige Lebensgemeinschaften).