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Partizipativer Prozess

Es besteht ein grosses öffentliches Interesse an einer geordneten ortsbaulichen Entwicklung im Gestaltungsplangebiet. Durch das kooperatives Verfahren mit den Grundeigentümern werden Qualitäten und Mehrwerte für die Gemeindeentwicklung und die Bevölkerung geschaffen. Durch die bestehende Gestaltungsplanpflicht wird die Bevölkerung in den Prozess einbezogenen.

Um gute Ideen über die zukünftige ortsbauliche Entwicklung des Gebietes Ölwis-Blankenwis zu gewinnen, wurde im Jahre 2018 eine Testplanung mit vier unabhängigen Planerteams durchgeführt. Die Testplanung hat wichtige Erkenntnisse und Hinweise zur weiteren Bearbeitung sowie Empfehlungen für die Grundeigentümer und den Gemeinderat geliefert. Im Beurteilungsgremium des Testplanungsverfahren waren neben Bauexperten und den Grundeigentümern auch der Gemeinderat, das kantonale Amt für Raumentwicklung ARE, die Abteilung Bau + Werke sowie drei Einwohner von Winterberg vertreten.

Die Ergebnisse der Testplanung wurden der Öffentlichkeit am 23. Oktober 2018 präsentiert. Das Interesse der Bevölkerung an dieser Testplanung und an der Entwicklung auf diesem Areal war sehr gross. 224 Personen erschienen zur Informationsveranstaltung.

Der Gemeinderat Lindau hat den überarbeiteten privaten Gestaltungsplan Ölwis-Blankenwis geprüft und zur öffentlichen Auflage gemäss § 7 PBG und zu Handen einer zweiten kantonalen Vorprüfung verabschiedet. Die umfangreichen Unterlagen liegen zwischen dem 6. November 2020 und dem 15. Januar 2021 bei der Gemeindeverwaltung öffentlich auf. Damit sich die Interessierten ein Bild machen können, wie die Gebäude des Gestaltungsplanes auf der Wiese in Erscheinung treten werden, wurden einzelne, typische Gebäude mit Bauvisieren ausgesteckt. Es gibt ein ungefähres Bild, wie gross die Gebäude werden können. Während der öffentlichen Auflage können alle Personen («Jedermann», also nicht nur direkte Nachbarn oder Lindauer) Einwendungen zum Projekt beim Gemeinderat Lindau einreichen (Tagelswangerstrasse 2, 8315 Lindau). Diese Anliegen werden anschliessend eingehend geprüft. Es wird sicher Einwendungen geben, welche im Gestaltungsplan eingebaut werden. Einwendungen, welche aus guten Gründen nicht in die weitere Planung einfliessen, werden im "Bericht der nicht berücksichtigten Einwendungen" erläutert. Nach der Auswertung der Rückmeldungen aus der öffentlichen Auflage und der zweiten Vorprüfung beim Kanton werden die Unterlagen bereinigt. Anschliessend wird der Gestaltungsplan der Gemeindeversammlung unterbreitet.

Die Grundeigentümer, das Planungsteam und der Gemeinderat Lindau sind überzeugt, dass auch dank diesem partizipativen Prozess die Anliegen und Wünsche der Bevölkerung maximal in den Gestaltungsplan einfliessen können. Eine solche Zusammenarbeit ist dank unserer direkten Demokratie möglich.