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Nachhaltig für die nächsten Generationen

Die Gemeinde Lindau trägt seit 2011 das Label «Energiestadt» (mit Rezertifizierungen 2015 und 2019). Lindau bekennt sich damit zu einem sparsamen und nachhaltigen Einsatz von Energie und Ressourcen. Die Einhaltung der im Energiebereich geltenden gesetzlichen Bestimmungen wird im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens nachzuweisen sein. Für das Richtprojekt und den Gestaltungsplan wurde ein Energiekonzept erarbeitet, welches verschärfte Vorgaben hinsichtlich Endenergieverbrauch macht.

In Kürze

  • CO2-neutrale Holzhackschnitzelheizung
  • Anschluss der umliegenden Gebäude an die Wärmeversorgung ist möglich
  • Stromversorgung via dezentrale Photovoltaik-Anlage
  • Contracting für das Fernwärmenetz und die Stromversorgung
  • Retention des Regenwassers und Rückhalt des Grundwassers
  • Intensive Begrünung der Flachdächer

Heizung und Warmwasser

Gemäss Energiekonzept steht für die Energieversorgung eine CO2-neutrale Holzhackschnitzelheizung im Zentrum, welche im Zentrum des Gebietes angeordnet wird. Das Fernwärmenetz soll durch einen Contractor betrieben werden. Es besteht bei vielen Gebäuden in der Umgebung Bedarf, sich an eine umweltfreundliche Heizung anschliessen zu können. So werden unter anderem das Schulhaus Bachwies und die Alterssiedlung am Raindliweg auf die Erneuerung ihrer alten Heizungen verzichten können, wenn sie vom Angebot Gebrauch machen, und sich an das neue Fernwärmenetz anschliessen. Auch haben verschieden Nachbarn des Gestaltungsplangebietes ihren Bedarf bereits schriftlich und mündlich bei den Projektanten angemeldet. Es wird auch auf diese Bedürfnisse eingegangen.

Holzschnitzel, Quelle: holzenergie.ch

Stromversorgung

Für das Planungsgebiet kann von einem jährlichen Stromverbrauch von ca. 700 MWh bis 900 MWh im Jahr ausgegangen werden. Strom in dieser Menge kann heute mit dezentralen Photovoltaik-Anlagen wirtschaftlich selber produziert und verteilt werden. Eine Photovoltaik-Anlage kann einfacher auf Flachdächern erstellt werden. Optisch gefällige Lösungen auf Schrägdächern sind auf dem Markt nicht erhältlich. Auch beim Strom soll ein Contractor die Organisation (Bau, Betrieb und Abrechnung) übernehmen.

Photovoltaik-Panel auf Flachdach, Quelle: K3 Handwerkcity

Versorgung und Entsorgung

Gemäss dem Erschliessungsbericht des Planungsbüros ewp AG, Effretikon ist das Gebiet genügend zugänglich, kann ausreichend mit Wasser und Energie versorgt werden und die einwandfreie Entsorgung von Abfallstoffen, Abwässern und Altlasten ist gewährleistet. Das Areal gilt somit als vollständig erschlossen und, nach Rechtskraft des Gestaltungsplans, als baureif im Sinne von § 234 PBG.

Mit Blick auf die zukünftigen Entwicklungen in der Mobilität werden die technischen Voraussetzungen der Infrastrukturen zur Nutzung von schadstofffreien Fahrzeugen (z.B. Elektrofahrzeuge) geschaffen.

Das Gestaltungsplangebiet gilt bezüglich der Werkleitungen (Kanalisation, Wasser, Elektrizität) als grundsätzlich erschlossen. Die Entwässerung kann im Trennsystem erfolgen. Der Schmutzwasseranfall kann in den bestehende Schmutzwasserkanal
beim Zufahrtsweg “Im Eggacher“ abgeführt werden. Das Regenwasser wird gesammelt und dem Holenbach zugeführt werden.

Liegenschaftenentwässerung, Wasserversorgung Erschliessungsbericht Areal Ölwis-Blankenwis, Quelle: ewp AG, Effretikon

Durch die neuen Gebäude und die Umgebung erfolgt eine grossflächige «Versiegelung» des heute unbebauten Landes. Im Gestaltungsplan ist am tiefsten Punkt im Bereich des Gemeinschaftsraums für das Regenwasser eine zentrale Retention vorgesehen. Im Interesse der Wasserretention, mit Rücksicht auf das Mikroklima sowie aus gestalterischen Gründen werden die Flachdächer intensiv begrünt. So kann das Wasser auf den Flachdächern zurückgehalten werden (Retention). Die Flachdächer werden auch für die Stomgewinnung aus Sonnenenergie (Photovoltaik) genutzt. Zusätzlich werden dezentrale und ein zentrales Rückhaltebecken im Abwassersystem dafür sorgen, dass keine Überbelastung der natürlichen Gewässer erfolgt. Durch eine Sickergalerie wird das im Erdreich fliessende Wasser daran gehindert, die umliegenden Parzellen zu überschwemmen. Gegenüber dem heutigen Zustand wird für diese umliegenden Parzellen eine Entlastung stattfinden.

Die beiden zentralen Abfallentsorgungsanlagen sind an den Zufahrtsstrassen im Bereich der Poststrasse angeordnet. Die Unterflur-Abfallentsorgungsanlagen sind Bestandteil des Freiraumkonzepts und werden entsprechend gut gestaltet.